Unsere Geschichte

1987 hat alles angefangen – aus Trotz!
Damals war es chic, Raufasertapeten weiß zu streichen. Das Weiß-Pigment ist bis heute Titanweiß, bei dessen Herstellung Dünnsäure anfällt. Diese Dünnsäure wurde in der Nordsee verklappt, was ein großes Robbensterben zur Folge hatte.
Gert Ziesemann wollte dem etwas entgegensetzen, studierte das alte Malerhandwerk und fand Rezepturen für Wandfarbe aus Kreide, Quark und Borax. Diese Rezepturen bat er mitsamt den Rohstoffen auf Ökomärkten an und fand viele Interessierte.

1992 schaute Gert Ziesemann zusammen mit seinen Töchtern die „Sendung mit der Maus“. Dort wurde die Herstellung von Farben auf Erdölbasis erklärt. Gert Ziesemann schrieb in einem Leserbrief, dass man Farben auch ohne Petrochemie herstellen kann. Armin Maiwald und sein Team drehten gemeinsam mit Gert Ziesemann drei Beiträge, in denen die Kraft von Kaseinkleber und die Herstellung ungiftiger Wandfarben gezeigt wurden. Das Echo auf diese Beiträge war der Durchbruch für Kreidezeit und unser kleines Unternehmen fing an zu wachsen. Neben Wandfarben wurden nun auch Ölfarben für Hölzer und traditionelle Putze zur Oberflächengestaltung entwickelt.

2002 wurde das alte Sägewerk in Sehlem unser Firmensitz. 30 Mitarbeiter kümmern sich um Produktion, Verpackung und Versendung unserer Produkte. Im Sommer freuen wir uns über diverse Schwalbenpärchen, die in unseren Hallen brüten. Schwalbenkot auf der Verpackung ist kein Reklamationsgrund!

2019 Gert Ziesemann hat sich aus dem Betrieb zurückgezogen.
Seine Töchter Lea Hangkofer und Jule Ziesemann sind nun die Geschäftsführerinnen und führen die Firma konsequent nach dem Grundsatz weiter: „was wir auf umweltfreundlichem Wege nicht produzieren können, stellen wir auch nicht her!“
„Wir sind überzeugt, dass unsere Werte, achtsam mit Natur und Umwelt umzugehen, und unsere Produkte ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen, auch den Nerv der jüngeren Generation trifft!“